DFV-Präsident betont: Ein Kreis – ein Verband!

Nach Gebietsreformen müssen die Feuerwehren ihre Strukturen anpassen

Logo "Deutscher Feuerwehrverband e.V." (DFV)

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Berlin – Schlagkräftige Verbandsarbeit ist nach Überzeugung von Feuerwehr-Präsident Hans-Peter Kröger nur möglich, wenn die Feuerwehren ihre Organisationsstrukturen denen der Gebietskörperschaften anpassen. „Wo mehrere Kreise fusionieren, da müssen auch die Feuerwehren diesem Schritt mit ihren Verbänden folgen – insbesondere, wenn völlig neue Zuschnitte geschaffen werden“, sagt der Chef des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Anlass für Krögers Ausführungen war die Gründungsversammlung des neu gebildeten Kreisfeuerwehrverbandes Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), an der der DFV-Präsident als Festredner teilnahm. Im nordöstlichsten Bundesland ist im September eine Kreisgebietsreform in Kraft getreten. Die Kreisfeuerwehrverbände sind aufgerufen, sich binnen Jahresfrist ebenfalls zu vereinigen und somit den kommunalen Strukturen zu folgen.

DFV-Präsident Kröger machte bei der Versammlung deutlich, dass von dieser Verfahrensweise keine Ausnahme gelten könne. Er forderte auch alle Kreisfeuerwehrverbände in anderen Bundesländern auf, diesen Schritt nachzuholen, sofern er nach vollzogener Kreisreform bisher unterblieben ist.

Kröger: „Eine konsequente Vertretung der Feuerwehrinteressen kann nur erfolgen, wenn die Kreisfeuerwehr mit einer Stimme spricht. Dies gilt sowohl der Verwaltung und der Selbstverwaltung der Kreise gegenüber, als auch bei der Wahrnehmung der Interessen der Feuerwehrangehörigen innerhalb der Landesfeuerwehrverbände. Mehrere Verbände in einem Landkreis sind für die zielgerichtete Vertretung der Feuerwehrbelange kontraproduktiv.“

Bei Gemeindezusammenlegungen fordert der DFV-Präsident jedoch den Erhalt einer jeden Ortsfeuerwehr, sofern die personelle Leistungsfähigkeit und der Wunsch auf die selbstständige Tätigkeit gegeben sind. „Die Ortsteilfeuerwehren sind wichtig, um schnelle Hilfsfristen einhalten zu können. Eine sinnvolle Abstimmung über Ausrüstung und Personalstärke mit den Nachbarwehren ist allerdings notwendig“, erläutert Kröger.

Kröger appelliert an Führungskräfte, sich in den Verbänden zu engagieren

Der DFV-Präsident appelliert auch an die Führungskräfte der Feuerwehren, sich nicht nur der Arbeit in den Feuerwehren selbst zu widmen, sondern zusätzlich Verantwortung in den Verbänden zu übernehmen. „Wer nicht bereit ist zu agieren, der wird gezwungen sein, einen Wandel hinzunehmen, den andere eingeleitet haben“, mahnt Kröger.

Gleichermaßen sieht der DFV-Präsident die Träger der Feuerwehren in der Pflicht: „Verbandsarbeit muss solide und auskömmlich finanziert sein, einschließlich einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung. Dazu sind die Gemeinden in Deutschland im Grundsatz auch bereit. Die Kommunen sind auf gut ausgebildete, erfahrene Führungskräfte angewiesen, die von einer breiten Mehrheit in ihren Verbänden getragen werden. Davon profitieren auch die Städte und Gemeinden, die Länder und der Bund.“

Quelle: DFV-Pressemitteilung vom 15. September 2011