PM Nr. 2 – 4. Januar 2010 „Feuerwehr rettet fünf Personen aus brennendem Haus“

Schallodenbach – Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages, 26. Dezember 2009, alarmierte die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg zu einem Gebäudebrand in Schallodenbach. Im einem Wohn- und Geschäftshaus war ein Brand ausgebrochen.

Die Wehrleute retteten insgesamt fünf Personen über Steckleitern. Darunter waren zwei Kinder. Drei Fahrzeuge des Rettungsdienstes mit Notarztbegleitung brachten die fünf Verletzten ins Klinikum Kaiserslautern. Zur sogenannten Eigensicherung der eingesetzten Kräfte verblieb ein vierter Rettungswagen an der Einsatzstelle.

Die Einsatzkräfte retteten auch einen Hund und ein Meerschweinchen aus dem Gebäude. Ein Tierarzt kümmerte sich vor Ort um den verletzten Dobermann, der mit Sauerstoff versorgt wurde. Eine Verwandte eines Hausbewohners nahm die Tiere vorübergehend auf.

Vier Trupps mit Atemschutz bekämpften mit vier C-Rohren und einem Monitor den Brand. Ein Innenangriff wurde über eine Drehleiter vorgenommen. Die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) Otterberg alarmierte die Feuerwehr aus der Wallonenstadt und Mehlbach jeweils mit Sirene nach. Die Wehr aus Otterbach rückte ebenfalls zur Einsatzstelle aus.

Während den Nachlöscharbeiten wurde das Dach teilweise abgedeckt, um Glutnester zu löschen. Zudem wurde das Gebäude mit Drucklüftern belüftet.

Der Außendienst des Wasserwerks war vor Ort. Der Stromversorger schaltete die Stromversorgung für das betroffene Haus ab. Zeitweise hatten Teile von Schallodenbach ebenfalls keinen Strom. Der Bauhof brachte Streusalz zur Einsatzstelle, weil wegen Temperaturen unter null Grad Celsius das Löschwasser an der Brandstelle gefror.

Über 70 Feuerwehrleute aus den Verbandsgemeinden Otterberg und Otterbach waren an der Einsatzstelle. Der Einsatz dauerte über vier Stunden – bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Teilweise glatte Straßen erschwerten die Anfahrt zur Einsatzstelle.

Auch Kräfte des Katastrophenschutzes, darunter ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und ein Leitende Notarzt, waren zur Einsatzstelle ausgerückt. Der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Otterberg, Hans-Peter Keller, und der Beigeordnete Markus Rösner waren vor Ort. Polizei und Kriminalpolizei nahmen die Ursachenermittlung auf. Laut Polizeiangaben liegt der entstandene Sachschaden bei etwa 100.000 Euro.

Die Feuerwehren Niederkirchen und Schallodenbach stellten nach Abschluss der Nachlöscharbeiten eine Brandwache während den Nachtstunden.