Feuerwehr warnt vor Leichtsinn in Flutgebieten

Verband: Befahren gesperrter Straßen kann lebensgefährlich sein

Logo "Deutscher Feuerwehrverband e.V." (DFV)

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Berlin – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) ruft die Bürgerinnen und Bürger in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten auf, Absperrungen zu beachten, Evakuierungsanweisungen Folge zu leisten und Katastrophentourismus zu vermeiden. Wer nicht zwingend hinaus muss, sollte heute zu Hause bleiben.

Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (Foto: Katrin Neuhauser/DFV)
Hartmut Ziebs, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (Foto: Katrin Neuhauser/DFV)

„Das Befahren gesperrter Straßen kann lebensgefährlich sein, wie jetzt bereits mehrere Vorfälle gezeigt haben“, bekräftigt DFV-Vizepräsident Hartmut Ziebs. „Auch das Betreten von Brücken unter angeschwollenen Flüssen birgt vielerorts erhebliche Gefahren. Fundamente könnten unterspült sein, Treibgut kann mit großer Wucht auftreffen. Niemand sollte sich dort ohne zwingenden Grund aufhalten.“

„Rettungsaktionen binden eine große Zahl von Einsatzkräften und sind auch für unsere Frauen und Männer sehr gefährlich. So ist bei Rastatt ein Boot gekentert, mit dem Menschen aus einem Auto in Sicherheit gebracht werden sollten“, erläutert Ziebs.

Überlandhilfe mit Feuerwehr-Bereitschaften angelaufen

In die Flutgebiete Sachsens, Thüringens und Bayerns rollt jetzt auch die Überlandhilfe von Feuerwehrbereitschaften aus den betroffenen und aus anderen Bundesländern an. „Bitte geben Sie den Weg für diese Fahrzeugkolonnen frei und halten Sie sich nicht ohne Grund in die Nähe der von Einsatzstellen auf“, sagt DFV-Vizepräsident Ziebs.

Quelle: DFV-Presseinformation Nr. 23/2013 vom 3. Juni 2013