Deine Heimat. Deine Feuerwehr. Komm mach mit!

Die Kampagne öffnet die Feuerwehren für Menschen mit Handicap unter dem Motto „Handicap? – Na und!“

Logo Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz
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Koblenz – Rückläufige Mitgliederzahlen in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren machen neue Ideen für das Gewinnen von Mitgliedern nötig. Damit Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit und damit letztendlich die Zukunft des ehrenamtlich geprägten rheinland-pfälzischen Feuerwehrwesens sichergestellt werden kann, hat der Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz in Tagungen, Seminaren und den Treffen seiner Gremien Möglichkeiten erarbeitet, wie man mit einer flächendeckenden Kampagne die vielfachen Aktivitäten der Wehren vor Ort unterstützen kann.

Ein wichtiger Schritt: Menschen mit Behinderung sollen auch in der Feuerwehr ihren Platz finden können. Die Feuerwehren bekennen sich damit zur sogenannten Inklusion. „Künftig müssen die Feuerwehren ihr Augenmerk noch mehr darauf legen, die individuellen Stärken der ehrenamtlich Tätigen zu berücksichtigen“, beschreibt LFV-Präsident Frank Hachemer die Notwendigkeiten. Der Präsident weiter: „An vielen Orten wurde schon längst erkannt: Menschen mit Handicap können ein echter Gewinn für Freiwillige Feuerwehren sein, dort sinnvolle Tätigkeiten verrichten und voll in das Gruppenleben integriert werden. Die Aufnahme unterliegt jedoch Einzelfallentscheidungen nach objektiven Kriterien, schon aus Gründen der Fürsorge.“

Beate Eggert und Frank Hachemer. Bild: LFV RLP
Beate Eggert und Frank Hachemer. Bild: LFV RLP

Hachemer: „Wir unterstützen es, wenn Menschen mit Behinderung in der Feuerwehr aktiv mitwirken. Wir beobachten ja sowieso einen Trend zur Spezialisierung auch im Feuerwehrwesen. Warum sollen nicht Menschen nach ihren unterschiedlichen Fähigkeiten eingesetzt werden können?“

Unterstützung gibt’s dafür auch von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz: „Heute sprechen wir von Inklusion beziehungsweise Integration mit inklusiven Ansätzen“, erklärt die Geschäftsführerin der Unfallkasse, Beate Eggert. „Dazu geben uns die Unfallverhütungsvorschrift `Feuerwehren` und auch das Landesrecht entsprechende Ermessensspielräume, die wir zu diesem Zweck gern weitgehend ausschöpfen. In diesem Sinne unterstützen wir Feuerwehren und die kommunalen Aufgabenträger bei der Einbindung von Menschen mit Behinderungen mit aller Kraft.“ Manchmal seien die Unterstützung und Beratung auch bei temporären gesundheitlichen Einschränkungen erforderlich, zum Beispiel nach einem Unfall eines Feuerwehrangehörigen. „Nicht zu vergessen ist neben dem aktiven Dienst und der Unterstützung der Feuerwehr auch die Bedeutung der Einbindung in die bestehende Kameradschaft“, sagt Beate Eggert.

Hierzu eröffneten beide nun die entsprechende Image-Kampagne, die mit verschiedenen Hilfsmitteln das Thema verbreiten helfen soll. „Ich bin mir sicher, dass die betreffende Imagekampagne maßgeblich dazu beitragen wird, dass das hervorragende System der Freiwilligen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz, trotz des bereits einsetzenden demografischen und sozialen Wandels, auch zukünftig in bewährter Art und Weise für die kommunalen Träger Bestand hat“, so LFV-Präsident Hachemer. Damit werde ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der gemeinsamen Ziele geleistet und sicher mit der Zeit Bürgerinnen und Bürger neu für den ehrenamtlichen Dienst im Feuerwehrwesen begeistert.

Neben Plakaten, Flyern, Bauzaun-Transparenten und einer speziellen Internet-Homepage werden im Rahmen der Kampagne auch Anzeigen in den örtlichen Medien auf die Gewinnung von engagierten Menschen für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst aufmerksam machen.

Auch ist vorgesehen, dass die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren mittels Klebefolien als „rollende Botschafter“ genutzt werden können. Der LFV-Präsident: „Also lassen Sie uns gemeinsam werben für eine gute Sache. Es ist Ehrensache bei deiner Feuerwehr in deiner Heimat mitzumachen!“

Weitere Informationen: www.lfv-rlp.de

Quelle: LFV-Presseinformation vom 9. Dezember 2013