Grenzen überwinden

Deutsche Jugendfeuerwehr packt Thema „Übertritt von der JF in die Einsatzabteilung“ an

Emblem der Deutschen Jugendfeuerwehr

Emblem der Deutschen Jugendfeuerwehr

Ahrweiler – Die Deutsche Jugendfeuerwehr hat mit einer Fachtagung am vergangenen Wochenende den Kick-off für eine bundesweite Diskussion gesetzt, um den Übertritt aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren zu verbessern. Beispiele aus der Praxis wurden vorgestellt, Forderungen aus dem Bundesjugendforum diskutiert und Arbeitsaufträge an die Fachgremien erarbeitet.

Bundesjugendleiter Timm Falkowski begrüßte über 60 Mitstreiter aus den Fachausschüssen bei der gemeinsamen Konferenz in Ahrweiler. Foto: Henrik Strate / DJF
Bundesjugendleiter Timm Falkowski begrüßte über 60 Mitstreiter aus den Fachausschüssen bei der gemeinsamen Konferenz in Ahrweiler. Foto: Henrik Strate / DJF

„Die Diskussionen zum Thema ‚Übertritt‘ werden in den Feuerwehren auf allen Ebenen, in vielen Ländern und Kreisen geführt“, so Bundesjugendleiter Timm Falkowski. „Wir wollen uns bundesweit dieser Herausforderung stellen. Es ist eine Zukunftsaufgabe für alle Führungskräfte der Feuerwehren, immer wieder aufs Neue kritisch zu überprüfen, wie wir mehr junge Menschen für das Ehrenamt in der Feuerwehr motivieren können.“

„Es gibt nicht den einen Jugendlichen, auf den ein Rezept anzuwenden ist“, sagt Helena Urdelowicz. Sie coacht Führungskräfte der Feuerwehren in Hessen und regte mit einem Input die Diskussion an. „Der Übertritt beginnt mit dem 10. Lebensjahr. Die Jugendfeuerwehr muss mit 15 und 16 Jahren genauso begeistern wie am ersten Tag. Wir brauchen Rezepte und die Bereitschaft, auch Gruppen anzusprechen, die bisher nicht in der Jugendfeuerwehr zu finden sind.“

Impulsvorträge und Projektvorstellungen aus Hessen, Baden-Württemberg und Bremen informierten die Teilnehmer/innen der Fachausschuss-Konferenz über das Thema "Übertritt in die Einsatzabteilung". Foto: Henrik Strate / DJF
Impulsvorträge und Projektvorstellungen aus Hessen, Baden-Württemberg und Bremen informierten die Teilnehmer/innen der Fachausschuss-Konferenz über das Thema „Übertritt in die Einsatzabteilung“. Foto: Henrik Strate / DJF

Aus dem Bundesjugendforum hat Lukas Janisch Wahrnehmungen, Sorgen und Ängste sowie Wünsche der Jugendlichen eingebracht und fordert eine übergreifende Diskussion ein. „Wir müssen ein Bewusstsein schaffen, dass der Übertritt kein Selbstläufer ist“, so der Bundesjugendsprecher. „Wir brauchen den Austausch, wir brauchen den Impuls für eine Diskussion und handfeste Lösungsvorschläge.“

Das Thema „Übertritt“ wurde bereits im Bundesjugendforum, dem Netzwerkgremium der Landesjugendsprecher, und in verschiedenen Fachausschüssen der Deutschen Jugendfeuerwehr sowie in einigen Ländern mit Ideenwerkstätten, Seminaren und Diskussionen auf- und vorbereitet.

Um sich diesem komplexen Thema zu nähern, veranstaltete die DJF erstmals ein gemeinsames Tagungswochenende mehrerer Ausschüsse. Mehr als 60 Fachleute aus den Ausschüssen für Bildung, Integration, Mädchen-/Jungenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sowie der DFV-/DJF-Projektgruppe „Kinder in der Feuerwehr“ haben sich aktiv beteiligt.

Willi Donath (links), Vorsitzender des Fachausschusses Integration, und Christian Patzelt (mitte), stellvertretender Bundesjugendleiter, verfolgen interessiert einen Projektvortrag. Foto: Henrik Strate / DJF
Willi Donath (links), Vorsitzender des Fachausschusses Integration, und Christian Patzelt (mitte), stellvertretender Bundesjugendleiter, verfolgen interessiert einen Projektvortrag. Foto: Henrik Strate / DJF

„Mit diesem Experiment holen wir das Wissen, die Kreativität und Erfahrung unserer unterschiedlichen Fachausschüsse zusammen und wagen etwas Neues“, so Timm Falkowski. Und er zieht ein positives Fazit: „Wir leben in einer bunten Welt, wir haben ein buntes Feld an Ideen- und Wissensträgern bei der Deutschen Jugendfeuerwehr. Das wollen wir stärker nutzen, uns austauschen und wichtige Themen für unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Unsere erste Fachtagung hat gezeigt, dass wir dabei auf einem guten Weg sind.“

Quelle: DJF-Pressemitteilung Nr. 7/2014 vom 29. April 2014