Feuerwehren im Land unzufrieden mit Berichten über Rechnungshof-Analysen

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Koblenz – In seinem jüngsten Bericht kreidet der Rechnungshof des Landes Rheinland-Pfalz Verschwendung von Steuermitteln bei Freiwilligen Feuerwehren an. Das führt zu Unmut bei den Feuerwehren, die sich ob der Berichterstattung bei ihrem Landesfeuerwehrverband (LFV) verstimmt zu Wort melden: „Unsere Feuerwehren fragen sich: Hat sich der Rechnungshof neben den gerade mal zwei negativen Fällen auch die vielen Beispiele angesehen, bei denen ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehren durch Eigenleistung bei der Instandhaltung von Fahrzeugen und Ausrüstung, beim Eigenausbau von Fahrzeugen oder dem Bau/Umbau von Gerätehäusern den Kommunen und somit auch den Steuerzahlern wesentlich größere Summen sparen?“, so LFV-Präsident Frank Hachemer zur Stimmung im Land.

„Wo findet das viele Geld Beachtung, dass Fördervereine zwischenzeitlich auch in notwendige Ausrüstung investieren und somit ebenfalls die öffentlichen Kassen entlasten“, fragt sich LFV-Vizepräsident André Luipold. Luipold weiter: „Wo bleibt die Gesamtbetrachtung des volkswirtschaftlichen Nutzens der ehrenamtlichen Tätigkeit der freiwilligen Feuerwehren?“

Die Verbandsspitzen unisono: „Die wiederholte negative Berichterstattung des Rechnungshofes zum Thema Feuerwehren ist dem Image unseres Ehrenamtes und somit vor allem der Nachwuchsgewinnung wenig dienlich.“

Viele Rückmeldungen seien noch viel deutlicher in ihrer Verärgerung: „Sie sagen: Vergleiche man alle Aufwendungen in Rheinland-Pfalz für den abwehrenden Brandschutz nur mal mit den immensen Personalkosten in den öffentlichen Verwaltungen, werde schnell ersichtlich, wo hier das größte Einsparpotenzial schlummert. Würde man in Rheinland-Pfalz die Freiwilligen Feuerwehren, die ehrenamtlich 24 Stunden für die Sicherheit der Bevölkerung ihren Dienst ohne Entgelt verrichten in Hauptamtliche Wachen und Berufsfeuerwehren umwandeln, würde man wohl einige Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrhäuser einsparen. Gleichzeitig hätte man aber auch zusätzliche Personalkosten von über zwei Milliarden Euro. Wer soll das bezahlen?“

Die obersten Feuerwehr-Vertreter weiter: „Das System der Feuerwehren in ganz Deutschland ist vorbildlich für die ganze Welt und muss erhalten bleiben. Nur so kann der Schutz der Bevölkerung gewahrt bleiben und finanziert werden.“

Quelle: LFV-Presseinformation vom 8. Juli 2014

Link: LFV RLP