PM Nr. 30 – 12. November 2014 „Feuerwehrfrauen bestehen erstmals Atemschutzgeräteträger-Ausbildung“

Die Aufnahme entstand während der praktischen Ausbildung im Feuerwehrhaus Otterberg.
Die Aufnahme entstand während der praktischen Ausbildung im Feuerwehrhaus Otterberg.

Otterberg – Mit Kerstin Bleyer und Sabrina Zubiller (beide Schallodenbach) haben zum ersten Mal zwei Feuerwehrfrauen die Atemschutzgeräteträger-Ausbildung in Otterberg erfolgreich abgeschlossen. Die Veranstaltung begann am 18. Oktober mit dem Theorie-Teil und endete am 31. Oktober mit der Belastungsübung. Die Ausbildung wurde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kaiserslautern durchgeführt.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 12. November im Feuerwehrhaus Otterberg überreichte Bürgermeister Harald Westrich den sechs Teilnehmern die Lehrgangsbescheinigungen. Achim Zschunke war Lehrgangsleiter, der von Hendrik Braun, Frank Eckfelder, Felix und Sebastian Peters, Dominik Tröster sowie weiteren Helfern unterstützt wurde. Neben den beiden Feuerwehrfrauen haben Steven Pfleger (Niederkirchen), Christian Merz und Thomas Kennel (beide Otterberg) sowie Thomas Biehl (Schallodenbach) die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Lehrgangsvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Grund- und Sprechfunkausbildung, Volljährigkeit sowie körperliche Eignung, die durch einen Arzt festgestellt wird. Während zwei Samstagen und mehreren Ausbildungsveranstaltungen unter der Woche erbrachten die Teilnehmer die geforderte Anzahl von 25 Ausbildungsstunden.

Obere Reihe: Thomas Kennel und Christian Merz. Untere Reihe: Bürgermeister Harald Westrich, Achim Zschunke, Sabrina Zubiller, Thomas Biehl, Kerstin Bleyer, stv. Kreisfeuerwehrinspekteur Franz-Josef Preis, Steven Pfleger und stv. Wehrleiter Danny Schulz.
Obere Reihe: Thomas Kennel und Christian Merz. Untere Reihe: Bürgermeister Harald Westrich, Achim Zschunke, Sabrina Zubiller, Thomas Biehl, Kerstin Bleyer, stv. Kreisfeuerwehrinspekteur Franz-Josef Preis, Steven Pfleger und stv. Wehrleiter Danny Schulz.

Lehrgangsstoff waren beispielsweise die unterschiedlichen Atemschutzgeräte und deren Inbetriebnahme oder das Absuchen von Räumen. Neben Theorie vermittelten die Ausbilder den Teilnehmern vor allem während den praktischen Übungen die notwendigen Kenntnisse und Kniffe. Die Feuerwehrangehörigen übten daher auch auf dem Feuerwehrübungsgelände verschiedene Übungsszenarien, die während einem Atemschutzeinsatz auftreten können.

Die theoretische Prüfung umfasste 35 Fragen. Die praktische Prüfung war die Belastungsübung bei der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern. Jeder Prüfling musste – in Feuerwehrschutzkleidung und mit Atemschutzgerät – sechs Minuten lang Fahrrad fahren und dabei eine Leistung von 120 Watt erbringen, anschließend eine Übungsstrecke durchlaufen, eine 20 Meter lange Leiter besteigen und 20mal, innerhalb von vier Minuten, einen Schlaghammer ziehen. Mit jedem Hammerschlag wird ein 25 Kilogramm schweres Gewicht über eine Strecke von zwei Metern gezogen. Jedes Jahr müssen die aktiven Atemschutzgeräteträger diesen Parcours durchlaufen und bestehen, damit sie auch weiterhin in dieser Funktion eingesetzt werden dürfen.