PM Nr. 9 – 5. März 2015 „Scheunenbrand in Otterberg“

Während des Aufbaus des ersten Löschangriffs stand das hölzerne Gebäude schlagartig in Vollbrand. Bild: Feuerwehr
Während des Aufbaus des ersten Löschangriffs stand das hölzerne Gebäude schlagartig in Vollbrand. Bild: Feuerwehr

Otterberg – Am 4. März, kurz nach 21 Uhr, wurde die Feuerwehr Otterberg zu einem Scheunenbrand alarmiert. Die Wehr rückte bereits im ersten Abmarsch mit mehreren Fahrzeugen aus, weil kurz zuvor der Arbeitsdienst geendet hatte. Während des Aufbaus des ersten Löschangriffs stand das hölzerne Gebäude schlagartig in Vollbrand. Die Feuerwehr Otterbach unterstützte wenig später die Löscharbeiten.

Die Verhinderung einer Brandausbreitung hatte anfangs oberste Priorität. Es wurden daher mehrere Rohre, auch über die Drehleiter, eingesetzt. Ein Wohnhaus mit angebauter Scheune, ein Düngemittellager und ein Holzlager blieben von dem Brand verschont. Personen wurden nicht verletzt.

In der Scheune waren landwirtschaftlichen Geräte und Fahrzeuge untergestellt sowie Stroh eingelagert. Nur wenige Geräte und Anhänger konnten herausgebracht werden. Ein Großteil wurde durch den Brand zerstört. Auf dem Dach war eine Solaranlage installiert, die anfangs eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellte.

Der Energieversorger stellte den Strom ab und schaltete erst wieder zu, nachdem man die Scheune abgeklemmt hatte. Der Rettungsdienst stand mit einem Fahrzeug vorsorglich bereit und musste nicht tätig werden. Die Polizei war zeitweise mit zwei Streifen vor Ort. Die Kriminalpolizei nahm noch während des Einsatzes die Ursachenermittlung auf. Der Beigeordnete Martin Müller informierte sich an der Einsatzstelle über die getroffenen Maßnahmen.

Vorsorglich setzten die Einsatzkräfte mehrere Ölsperren, um eventuell austretende Betriebsstoffe aus den landwirtschaftlichen Fahrzeugen aufzufangen. Direkt neben dem Brandobjekt verläuft ein Bach.

Der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises war vor Ort, um die Einsatzkräfte mit weiteren Atemschutzgeräten und Reserveflaschen auszustatten. Der Führer des Gefahrstoffzuges war vorsorglich an der Einsatzstelle, um die Situation mit dem Düngemittel einzuschätzen. Die Besatzung des kreiseigenen Meßtruppfahrzeugs Gefahrgut entnahm während den Löscharbeiten vorsorglich Wasserproben.

Das Stroh, über 60 Ballen, wurde mit zwei Baggern aus der Scheune gebracht, um es außerhalb abzulöschen. Dieser Vorgang dauerte mehrere Stunden.

Die Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräfte und 15 Fahrzeugen vor Ort. Die Feuerwehr Schallodenbach stellte ab dem Vormittag eine Brandwache. Um 14:30 Uhr endete der Einsatz.

Viele Schaulustige verfolgten zu Beginn die Löscharbeiten. Der Bereich Lauterer Straße / Bachstraße war während den Löscharbeiten für den Verkehr voll gesperrt. Zeitweise war auch die Hangstraße unpassierbar. Der Kreisel Haupt-/Bachstraße war aufgrund einer Löschwasserentnahme zum Teil gesperrt.