PM Nr. 42 – 16. November 2015 „Gebäudebrand in Niederkirchen“

Drei verletzte Personen

Einsatzstelle in Niederkirchen, Auf der Schanz
Einsatzstelle in Niederkirchen, Auf der Schanz

Niederkirchen – Am Freitagabend, 13. November, brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses in Niederkirchen, Auf der Schanz. Die Feuerwehren Niederkirchen, Otterbach, Otterberg und Schallodenbach bekämpften den Brand.

Aufgrund der engen Bebauung war die Aufstellung der Drehleiter und der Löschfahrzeuge direkt am Gebäude nicht möglich. Daher mussten zuerst längere Schlauchleitungen verlegt werden bevor die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beginnen konnten.

Aufgrund des offenen Dachstuhlbrands bestand die Gefahr eines Übergriffs auf benachbarte Häuser. Daher wurden anfangs mehrere C-Rohre zur Riegelstellung vorgenommen. Auch im Innenangriff bekämpften weitere Trupps unter Atemschutz den Brand. Nachdem das Feuer aus war führten die Einsatzkräfte Nachlöscharbeiten durch. Glutnester wurden mit der Wärmebildkamera entdeckt und gelöscht. Teile des Daches wurden entfernt.

Insgesamt wurden drei Personen verletzt, davon ein Hausbewohner mit einer Brandverletzung und ein Feuerwehrangehöriger mit einer Rauchgasintoxikation. Sie wurden dem Rettungsdienst übergeben, der die drei Patienten nach einer Erstversorgung ins Westpfalz-Klinikum nach Kaiserslautern und Rockenhausen brachte. Der Feuerwehrmann wurde bereits am Samstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) aus Otterberg mit eingeschaltetem Blaulicht und das Tanklöschfahrzeug aus Niederkirchen (TLF).
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) aus Otterberg mit eingeschaltetem Blaulicht und das Tanklöschfahrzeug aus Niederkirchen (TLF).

Die Drehleiter stand in einer Parallelstraße und leuchtete die Einsatzstelle aus. Die Heimkircher Straße und der Schlauweg waren teilweise für den Verkehr gesperrt. Einen PKW, der an dem Gebäude stand und einem Hausbewohner gehört, fuhren die Einsatzkräfte weg. Das war erst möglich, nachdem die Wehrleute den Fahrzeugschlüssel aus der Brandwohnung geholt hatten.

Der Stromversorger schaltete den Strom ab, weil das Gebäude noch über einen Dachständer mit Strom versorgt wurde. Das Wasserwerk war ebenfalls vor Ort und stellte mittels Brandreserve die Löschwasserversorgung sicher. Bürgermeister Harald Westrich und der Beigeordnete Martin Müller informierten sich an der Einsatzstelle über die getroffenen Maßnahmen.

Die Feuerwehr war mit über 40 Kräften und zehn Fahrzeugen rund sechs Stunden lang im Einsatz. Es war der erste Einsatz für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), das erst einen Tag zuvor in Dienst gestellt worden war.

Laut einer Pressemitteilung der Polizei von Samstag, 14. November, ist die Brandursache noch nicht bekannt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

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