PM Nr. 5 – 24. Januar 2021 “Rückgang bei den Einsatzzahlen”

Otterberg – Im Jahr 2020 rückte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg zu insgesamt 194 Einsätzen aus. Davon waren 63 Brandeinsätze und 131 Hilfeleistungen. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 205 Einsätze. Damit gab es insgesamt einen Rückgang von insgesamt elf Einsätzen.

Wehrleiter Matthias Apfelbeck: “Im Rückblick auf das Jahr 2020 kann man sagen, dass für unsere Feuerwehr ein sehr ereignisreiches und auch denkwürdiges Jahr gut gemeistert wurde. Ich bedanke mich im Namen der Wehrleitung, bei allen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden für die große Unterstützung und vor allen Dingen den umsichtigen Umgang mit den Anweisungen und Herausforderungen, die durch die Corona-Pandemie notwendig waren und immer noch sind. Unsere große Hoffnung ist, dass wir im Laufe des neuen Jahres wieder in einen einigermaßen normalen Rhythmus zurückkehren können.”

Ein Rückblick auf verschiedene Einsätze

Mitte Februar rückte die Feuerwehr aufgrund des Orkantiefs Sabine zu mehreren Einsätzen aus. Mehrere Bleche auf dem Dach der Hackschnitzelanlage in Otterbach waren lose. Über die Drehleiter entfernten die Helfer die Gefahrenstelle. Im Sambach stand ein Gartenhaus auf der Bundesstraße. Die Einsatzkräfte sicherten die Einsatzstelle ab und brachten den rund 20 Quadratmeter großen Schuppen zurück auf das Grundstück. Um einen weiteren „Wegflug” zu verhindern, wurde es mit Steinen beschwert. Im Bereich der Verbandsgemeinde waren mehrere Bäume umgestürzt. Es kam teilweise zu Stromausfällen.

Ebenfalls im Februar ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit zwei Verkehrsunfälle in Niederkirchen. Bei einem Unfall wurde im Ortsteil Wörsbach der Gastank eines Pkw beschädigt. Gas trat aus. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und baute vorsorglich einen Löschangriff auf. Mit einem Messgerät wurde die Umgebung, darunter eine Garage, vorsorglich überprüft. Bei der zweiten Unfallstelle in der Ortsmitte waren ein Pkw und ein Motorrad beteiligt. Eine Person wurde leicht verletzt.

15. März 2020 – Fahrzeugbrand, Otterberg Frohnberg (Solarpark)
15. März 2020 – Fahrzeugbrand, Otterberg Frohnberg (Solarpark)

Mitte März löschte die Feuerwehr einen gestohlenen Pkw, den man auf einem Acker in der Nähe des Solarparks bei Otterberg in Brand gesetzt hatte. Vermutlich hatte das Fahrzeug mindestens 30 Minuten gebrannt, bevor man den Flammenschein entdeckt und über Notruf den Brand gemeldet hatte.

Am 26. März endete nach 101 Stunden der bisher größte und zugleich längste Einsatz in der jungen Geschichte der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg. Der Großbrand in einem Industriebetrieb zerstörte zwei Hallen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung in Otterberg und den umliegenden Orten aufgefordert, die Türen und Fenster zu schließen. Mit einem Bagger wurden die Hallen eingerissen, um den Brand löschen zu können. Das Technische Hilfswerk (THW) war vor Ort, um eine Bypassleitung aufzubauen und zu unterhalten. Der Bachbereich, der unter anderem unter dem Industriebetrieb verläuft, diente der Löschwasserrückhaltung. Parallel brannte in der Lauerhöfer Straße ein Wohnhaus. Die Bewohnerin blieb unverletzt.

10. April 2020 – Küchenbrand, Otterbach Kapellenstraße
10. April 2020 – Küchenbrand, Otterbach Kapellenstraße

Am Karfreitag brannte in Otterbach eine Küche. Ein mit Atemschutz ausgerüsteter Trupp löschte den Brand. Personen wurden nicht verletzt.

Mehrmals forderten umliegende Gemeinden die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an, um bei Flächen- oder Waldbränden mit Personal und Fahrzeugen zu unterstützen. Zum Beispiel brannte am 24. April ein Waldstück bei Enkenbach-Alsenborn. Mehrere Wehren aus der Region, darunter die Feuerwehr der US-amerikanischen Streitkräfte, waren vor Ort. Sogar ein Polizeihubschrauber mit einem Außenlastbehälter unterstützte die Löscharbeiten.

Am 7. Mai war die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg innerhalb weniger Stunden zweimal im Einsatz, um Personen zu retten. Nachmittags war bei Katzweiler eine Radfahrerin unter einen Personenzug geraten. Während des frühen Abends war in Otterberg eine Frau an einem Steilhang abgestürzt. Mit Unterstützung der Höhenretter aus Kaiserslautern wurde sie gerettet.

24. August 2020 – Flächenbrand, Otterberg Johannisstraße / Am Steinbruch
24. August 2020 – Flächenbrand, Otterberg Johannisstraße / Am Steinbruch

Vermutlich durch eine illegale Müllverbrennung ausgelöst, brannte eine Böschung in Otterberg am Ortsausgang Richtung Baalborn. Die Helfer löschten die rund 40 Quadratmeter mit einem Strahlrohr.

Anfang September kam ein 21-jähriger Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall bei Schallodenbach ums Leben. Er war Feuerwehrangehöriger und bei einer Wehr in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg ehrenamtlich tätig. In der Zeit nach dem Unfall fuhren die Einsatzfahrzeuge in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg mit Trauerflor.

Mitte September brannte es im Bereich eines Kühlkompressors eines abgestellter Lkw-Kühlanhängers zwischen Otterbach und Kaiserslautern. Zwei mit Atemschutz ausgerüstete Einsatzkräfte löschten mit einem Schnellangriff den Brand.

Mehrere Hektar Wald brannten Mitte September in der Nähe des Trekkingplatzes bei Frankelbach. Helfer aus benachbarten Verbandsgemeinden unterstützten die Löscharbeiten. Ein aufmerksamer Bürger hatte von Katzweiler aus eine Rauchentwicklung entdeckt und daraufhin einen Notruf abgesetzt.

24. Oktober 2020 – Verkehrsunfall, Otterbach Ziegelhütterstraße
24. Oktober 2020 – Verkehrsunfall, Otterbach Ziegelhütterstraße

Am 24. Oktober war die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg gleich zweimal im Einsatz. Kurz nach 2 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg zu einem Verkehrsunfall, der sich in einem Otterbacher Wohngebiet ereignet hatte. Die Einsatzkräfte leuchteten die nächtliche Unfallstelle aus und stellten den Brandschutz sicher. Brennendes Plastikgeschirr auf einem eingeschalteten Elektroherd war der Grund für einen gemeldeten Wohnungsbrand mehrere Stunden später in Hirschhorn. Die Helfer brachten die Überreste aus der Küche ins Freie und belüfteten mit einem Spezialgerät das Haus.

Der „merkwürdige Geruch”, den ein Anrufer Ende Oktober gemeldet hatte, stellte sich bei der Erkundung als Schwefelwasserstoff heraus. Die Gesamtschule in Otterberg wurde geräumt. Personen wurden nicht verletzt. Das Schulgebäude wurde belüftet und regelmäßig mit Messgeräten überprüft. Noch während der Einsatzmaßnahmen kam eine weitere Alarmmeldung: Im städtischen Kindergarten, wenige Hundert Meter von der Gesamtschule entfernt, hatten die Rauchwarnmelder ausgelöst. Nach der Erkundung gaben die Einsatzkräfte Entwarnung. Aus einem unbekannten Grund hatten die Melder ausgelöst.

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