

Um 2:25 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem „Nebengebäudebrand“ alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine große Doppelgarage in Flammen stand. Die Garage, die als Lagerraum genutzt wurde, musste aufwendig gelöscht werden.
Die Einsatzkräfte setzten zwei Strahlrohre unter Atemschutz ein und überprüften die Brandstelle regelmäßig mit einer Wärmebildkamera. Die Einsatzstelle wurde vollständig ausgeleuchtet. Das große Garagentor öffneten die Einsatzkräfte mithilfe einer Rettungssäge. Ein weiterer Zugang wurde über eine Tür genutzt. Einzelne Gegenstände wurden aus der Garage geräumt, um Glutnester abzulöschen.
Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus wurde verhindert. Ein vor der Garage abgestellter Pkw wurde durch die Hitze beschädigt, konnte jedoch zu Beginn der Löscharbeiten zur Seite gefahren werden.
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 65.000 Euro.
Rund zwei Stunden lang war die Feuerwehr im Einsatz.
Silvesternacht in Rheinland-Pfalz überwiegend friedlich
Die Silvesternacht in Rheinland-Pfalz ist überwiegend friedlich verlaufen. Die Polizei bewältigte eine Vielzahl von ereignistypischen Einsätzen. Es wurden meist alkoholbedingte Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen registriert. Darüber hinaus kam es zu mehreren Bränden. Im Westerwald kam es in den Morgenstunden zu einem Stromausfall.
„Allen, die verantwortungsvoll gefeiert haben sowie den Kräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gilt mein herzlicher Dank. Sie waren nicht nur an Silvester, sondern auch an den Feiertagen für uns da. Dank ihrer Arbeit konnten viele Menschen den Jahreswechsel sicher feiern“, sagte Innenminister Michael Ebling.
Insgesamt wurden von den Einsatzkräften der rheinland-pfälzischen Polizei 101 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten und damit etwas weniger als im Vorjahr (2023: 105) registriert. Es mussten 43 Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungen (2023: 34), 27 wegen Sachbeschädigung (2023: 15) und sechs wegen Beleidigung (2023: zwölf) eingeleitet werden. Gegen Störer wurden 43 Platzverweise (2023: 68) ausgesprochen und 15 freiheitsentziehende Maßnahmen (2023: fünf) durchgesetzt.
Die Polizei war mit ihren Planungen auch in diesem Jahr gut auf die Besonderheiten der Silvesternacht vorbereitet und landesweit mit rund 500 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Die fünf Flächenpräsidien wurden dabei vor Ort durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt.
In Neuwied ist es in der Nacht zu einem Brand einer Lagerhalle mit angrenzender Eventlocation gekommen. Die angrenzenden Häuser wurden evakuiert und die ebenfalls angrenzende Bahnstrecke vorübergehend gesperrt. Es liegen Hinweise vor, dass der Brand durch Feuerwerk ausgelöst worden sein könnte. Bei den Löscharbeiten verletzten sich fünf Feuerwehrkräfte.
In Germersheim verletzte sich ein 10-jähriges Kind mit einem Böller schwer an der Hand und musste zur Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Auch in Mainz flog eine Silvesterrakete auf einen Balkon. Durch den ausgelösten Brand war die Wohnung nicht mehr bewohnbar. Es entstand ein Sachschaden von rund 50.000 Euro. Zudem brannte eine Garage in Mainz. In Saulheim (Landkreis Alzey-Worms) brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses, vermutlich ausgelöst durch eine auf dem Dach gelandete Silvesterrakete.
In Leuterod (Westerwaldkreis) brannte am Abend zunächst ein Schuppen. Das Feuer griff auf ein angrenzendes Einfamilienhaus über und der Dachstuhl brannte vollständig aus. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf 350.000 Euro geschätzt.
In Otterbach (Landkreis Kaiserslautern) brannte eine Garage samt Fahrzeug aus bislang unbekannter Ursache. Der Sachschaden wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.
Nachdem sich weggeräumte Feuerwerkskörper erneut entzündet hatten, brannte in Hillesheim (Landkreis Vulkaneifel) eine Garage. Bei den Löschversuchen verletzte sich ein 16-Jähriger leicht. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 80.000 Euro geschätzt.
Im Westerwald kommt es seit den frühen Morgenstunden in den Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Rennerod sowie Teilen der Verbandsgemeinden Westerburg und Hachenburg zu einem Stromausfall. Die Feuerwehrgerätehäuser sind besetzt, Hilfe suchende Bürgerinnen und Bürger können sich dorthin wenden, um Notrufe abzusetzen. Der Netzbetreiber arbeitet mit Nachdruck daran, die technische Störung zu beheben.
Neujahrsnacht
Kaiserslautern (ots) – Insgesamt erlebten die Einsatzkräfte der Stadtinspektionen eine gewohnt ereignisreiche Silvesternacht. Besonders herausragende Sachverhalte blieben allerdings aus. Es kam mehrfach zu alkoholbedingten Streitigkeiten und Körperverletzungsdelikten. Schwere Verletzungen wurden bisher nicht bekannt.Im Stadtgebiet und im Landkreis kam es zu zahlreichen kleineren Bränden, insbesondere von Abfalleimern.
Gegen 02:25 Uhr geriet in Otterbach eine Garage samt PKW in Brand. Der Sachschaden liegt bei schätzungsweise 65.000 Euro.
In allen Brandfällen wurde keine Person verletzt.
Quelle: Polizei Rheinland-Pfalz (presseportal.de), Meldung vom 1. Januar 2025