Waldbrandbekämpfung – Umgang mit Werkzeugen geschult

Feuerwehrangehörige legen einen Wundstreifen an. Bild: Harald Laier / Feuerwehr.
Feuerwehrangehörige legen einen Wundstreifen an. Bild: Harald Laier / Feuerwehr.

Während des Arbeits- und Übungsdienstes der Feuerwehr Otterberg am Mittwoch, 27. Mai, schulte Steffen Hartig Feuerwehrangehörige im Umgang mit Werkzeugen, die bei der Waldbrandbekämpfung eingesetzt werden können.

Beispielsweise kann ein Feuersaum im Wald mit Feuerpatschen und Löschrucksäcken bekämpft werden. Dazu ist ein paralleles und abgestimmtes Vorgehen der Feuerwehrangehörigen notwendig. Ein Feuersaum ist die brennende Linie eines Bodenfeuers, die sich weiter ausbreitet.

Durch das Anlegen eines Wundstreifens, bei dem Humus und anderes brennbares Material bis auf den mineralischen Boden entfernt werden, können Feuerwehrangehörige die Ausbreitung von Bodenfeuern im Wald stoppen. Dafür gibt es verschiedene Werkzeuge, beispielsweise die Wiedehopfhacke, den Feuerrechen und das Gorgui-Tool – ein Multifunktionswerkzeug, das Hacke, Rechen und Axt vereint.

Die Schulung fand im Rahmen des Projekts „Wissenstransfer durch Aus- und Fortbildung für Forst und Feuerwehr“ (WiTAFFF) statt. Hartig ist Mitarbeiter der Landesforsten Rheinland-Pfalz und als Referent für das Projekt zuständig. Ziel ist es, praxisnahe Konzepte zu entwickeln, die später auch in anderen Regionen genutzt werden können. Otterberg ist Modellregion, weshalb Forstamt und Feuerwehr eng zusammenarbeiten.

Das in Otterbach stationierte Mehrzweckfahrzeug (MZF 3) brachte die Waldbrandausrüstung, die auf zwei Rollcontainern verlastet sind, zum Übungsplatz in den Wald. Vielen Dank an die Kameraden der Feuerwehr Otterbach für die Unterstützung.

Ein weiteres Thema, das im Mai behandelt wurde, war das „Pump and Roll“ (Pumpen und Fahren). Bei Flächenbränden, beispielsweise auf abgeernteten Äckern, fährt ein Feuerwehrfahrzeug langsam am Feuersaum entlang und gibt Wasser ab. Feuerwehrangehörige löschen den Brand dabei quasi im Gehen.