PM Nr. 99 – 17. Oktober 2011 “Dritte nachbarschaftliche Löschhilfe innerhalb von zehn Tagen”

Zwei mit Atemschutz ausgerüstete Feuerwehrangehörige aus Otterberg Bild: Feuerwehr Otterberg
Zwei mit Atemschutz ausgerüstete Feuerwehrangehörige aus Otterberg Bild: Feuerwehr Otterberg

Mehlingen / Enkenbach-Alsenborn – Am 9. und 12. Oktober forderte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn die Feuerwehr Otterberg erneut im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe an. Sonntag, 9. Oktober, brannten eine Scheune und 250 bis 300 Rundballen auf dem Fröhnerhof bei Mehlingen. Am 12. Oktober, Mittwoch, brannte ein Waffengeschäft im Ortsteil Alsenborn. Bereits am 2. Oktober hatte die Wehr der benachbarten Verbandsgemeinde die Feuerwehr aus der Wallonenstadt bei einem Strohballenbrand am Friedhof von Mehlingen angefordert (wir berichteten).

Brand Fröhnerhof

Wegen einem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen alarmierte die Feuerwehreinsatzzentrale Enkenbach-Alsenborn die Feuerwehr Otterberg gegen 3:40 Uhr. Eine Scheune und 250 bis 300 Rundballen brannten. Das TLF 16/45 transportierte Löschwasser im sogenannten Pendelverkehr zur Einsatzstelle. Das TLF 16/25 war ebenfalls zur Einsatzstelle ausgerückt und war auf dem betroffenen Anwesen eingesetzt.

Einsatzkräfte aus Otterberg unterstützten die Löscharbeiten; teilweise ausgerüstet mit Atemschutzgeräten. Im Rahmen einer Nachalarmierung wurden weitere Einsatzkräfte aus der Wallonenstadt mittels Sirene alarmiert.

Die letzten Fahrzeuge aus Otterberg rückten kurz vor 15 Uhr ein.

Brand Waffengeschäft

Gegen 8:50 Uhr rückten die ersten Einsatzfahrzeuge aus der Wallonenstadt nach Alsenborn aus. Rund 100 Kräfte aus Enkenbach-Alsenborn, Hochspeyer, Kaiserslautern und Otterberg bekämpften den Brand sowohl im Außen- als auch im Innenangriff. Über die Drehleiter (DLK) aus der Wallonenstadt nahmen die Wehrleute einen Löschangriff vor und öffneten teilweise das Dach. Mehrere Atemschutzgeräteträger kamen zum Einsatz. Darunter zwei Teilnehmer des diesjährigen Atemschutzgeräteträgerlehrgangs.

Gegen Abend setzte die Einsatzleitung die DLK auf der Gebäuderückseite ein, um das Dach für die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr (BF) Kaiserslautern auszuleuchten. Die Facheinheit suchte das Dach nach Glutnestern ab und öffnete teilweise die Dachhaut. Hierbei kam der Feuerwehrkran der BF mit Arbeitskorb zum Einsatz.

Die letzten Einsatzfahrzeuge rückten gegen 20:20 Uhr wieder ein. Inklusive Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war die Feuerwehr Otterberg mit 15 Einsatzkräften rund zwölf Stunden im Einsatz.

Wegen Munition und Feuerwerkskörpern, die in dem Geschäft gelagert wurden, bestand anfangs Explosionsgefahr. Mehrere angrenzende Häuser, darunter ein Kindergarten, wurden vorsorglich evakuiert. Laut Polizeiangaben entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro. Eine Person wurde durch den Brand leicht verletzt.

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