Welche Rolle das BBK beim Ausfall der Notrufnummern gespielt hat und warum es wichtig ist, über diesen Ausfall zu warnen, erklärt BBK-Präsident Armin Schuster.
BBK-Präsident Armin Schuster zum Ausfall der Notrufnummern am 11. November 2021:
“Im Zuge des Ausfalls der Notrufnummern ist heute Morgen das Lagezentrum der Telekom mit unserem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum (GMLZ) schnell in Kontakt getreten. Daraufhin konnten wir sofort die Landesinnenministerien und weitere Partner informieren. Die regionalen Leitstellen konnten auf unsere funktionierende Warninfrastruktur problemlos zurückgreifen, um beispielsweise über unsere Warn-App NINA die Information zu verbreiten.
Die Notrufnummern 110 und 112 sind lebensrettend und damit sehr wertvoll für unsere Gesellschaft. Deshalb ist es besonders wichtig, über ihren Ausfall schnell zu informieren. Da nicht jedes Warnmittel in gleicher Weise wirkt, setzen wir gezielt auf einen breiten Mix an Warnmitteln, darunter fallen Radio und Fernsehen, Stadttafelanzeiger und Sirenen. Für so einen Fall wie heute wäre auch Cell Broadcast geeignet gewesen. Mit Hochdruck arbeiten wir daran, dass wir dieses vom Bundestag jetzt beschlossene Vorhaben im nächsten Jahr einsatzbereit machen können.”
Was tun beim Ausfall der Notrufnummern?
Grundsätzlich gilt bei einem Ausfall der Notrufnummern, dass die Leitstellen über die lokale Erreichbarkeit angerufen werden können. Es ist daher sinnvoll, diese griffbereit zu haben.
Selbstschutz-Tipp:
Haben Sie stets die Telefonnummern der lokalen Dienststellen von Polizei und Feuerwehr zur Hand – diese Telefonnummern können in solchen Fällen hilfreich sein.
Viele Gemeinden haben für das Szenario eines länger anhaltenden Stromausfalls und damit verbundenen Ausfällen des Notrufs auch Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger definiert, beispielsweise das Rathaus oder die Feuerwehrstation. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Gemeinde.
Quelle: BBK-Pressemitteilung vom 11. November 2021