Koblenz (ots) – Der zweite Landesübungstag für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz nähert sich. Von 8 bis 16 Uhr üben am Samstag, dem 26. September 2026, zahlreiche Einsatzkräfte über das ganze Bundesland verteilt zu einem zentralen Szenario: die Bewältigung eines großen Starkregenereignisses mit komplexer Unwetterlage.
Am Übungstag soll eine fiktive Kaltfront mit hoher Geschwindigkeit von Frankreich aus über das Saarland ganz Rheinland-Pfalz erfassen. Die im Übungsszenario geplanten Folgen werden ein massiver Starkregen und heftige Sturmböen mit bis zu 90-120 km/h Windgeschwindigkeit in exponierten Lagen sein. Dazu formieren sich starke Gewitter mit erhöhtem Blitzaufkommen. Am Nachmittag soll die Unwetterlage dann leicht abklingen, einzelne Nachzügler-Gewitter sind dann noch bis zum Abend möglich. Am Folgetag ist dann eine neue Regenfront mit gleicher oder sogar höherer Regenmenge möglich.
Dieses Rahmenszenario bietet die Möglichkeit, die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und Führungsebenen unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben, von den Kommunikations- und Meldewegen der örtlichen Einsatzstellen, über die Landkreise/kreisfreien Städte und Integrierten Leitstellen, bis hin zum Lagezentrum Bevölkerungsschutz des LfBK. Ziel ist es, aus den dezentralen Übungen ein gemeinsames landesweites Lagebild zu erzeugen und so die Bewältigung großflächiger Schadenslagen zu trainieren.
Für die Bevölkerung heißt das: Am 26. September werden gegebenenfalls mehr Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge sichtbar sein. Beeinträchtigungen für den Alltag sollen dabei nicht entstehen.
Begleitet wird der Landesübungstag auch auf Social Media unter dem Hashtag #LÜT2026. Mit diesem Hashtag können neben dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz auch die kommunalen Aufgabenträger ihre Beiträge zum Landesübungstag 2026 markieren.
Seit 2025 findet der Landesübungstag jährlich am letzten Samstag im September statt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz regelmäßig zu erproben sowie die Abläufe für großflächige Schadenslagen weiterzuentwickeln und dadurch den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz zu stärken.
Quelle: LfBK (presseportal.de), Meldung vom 21. September 2026