PM Nr. 59 – 14. April 2009 „Einsätze nach Unwetter“

Otterberg – Wegen einem Unwetter hatte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg am 3. Juli nachmittags einige Einsätze zu bewältigen. Der Schwerpunkt lag in Schallodenbach. Einige Straßen waren in dieser Ortsgemeinde überflutet und Wasser in mehrere Keller gelaufen. Aber auch in den anderen Ortsgemeinden hatte das Unwetter seine Spuren hinterlassen.

Erschwerend kam hinzu, dass der Feuerwehrfunk gestört und die Integrierte Leitstelle (ILS) Kaiserslautern nur im Notbetrieb arbeitete. Deswegen war die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) Otterberg noch besetzt, nachdem die Unwettereinsätze abgearbeitet waren. Nachfolgend eine Auswahl von Einsätzen:

Baum über Fahrbahn
Einsatz “Nummer eins” war an diesem Tag ein umgestürzter Baum in der Johannisstraße bei der CVJM-Einfahrt. Ein Anwohner hatte bei Ankunft der Feuerwehr Otterberg bereits begonnen das Verkehrshindernis mit einer Kettensäge zu beseitigen. Die Wehrleute übernahmen die Restarbeiten.

Ortsdurchfahrt Schneckenhausen überflutet
Im Bereich der Festhalle war die Otterberger Straße überflutet. Die Wehrleute entfernten die Schlammfangeimer aus den Kanaleinlaufschächten. Anschließend floss das Wasser ungehindert ab.

Wasser drückt Kanaldeckel heraus
In der Hauptstraße Heiligenmoschel hatte das Wasser einen Kanaldeckel heraus gedrückt. Die FEZ alarmierte die Feuerwehr Heiligenmoschel. Die Wehrleute setzten den Kanaldeckel wieder ein. Anschließend blieben die Einsatzkräfte noch im Gerätehaus auf Bereitschaft.

Einsatzschwerpunkt Schallodenbach
Der Einsatzschwerpunkt an diesem Tag lag in Schallodenbach. Einige Straßen waren in dieser Ortsgemeinde überflutet und Wasser in mehrere Keller gelaufen. Nachdem die Schlammfangeimer beseitigt waren floss das auf der Straße stehende Wasser ungehindert ab. Wasser in mehreren Kellern pumpten die Wehrleute aus Niederkirchen, Schallodenbach und Otterberg mit sogenannten Tauchpumpen ab.

Mit dem neuen Einsatzleitwagen, der seit September in Dienst ist, wurden die Einsatzstellen in der Ortsgemeinde koordiniert. Das Feuerwehrgerätehaus Schallodenbach war zugleich Bereitstellungsraum. Feuerwehrangehörige und Fahrzeuge ohne Einsatzauftrag hielten sich hier auf. Bei einer neuen Einsatzstelle rückten die Kräfte unverzüglich aus.

Wasser und Geröll auf Straßen außerorts
Nicht nur die Feuerwehren sondern auch die Straßenmeistereien waren an diesem Tag im Einsatz, damit die Straßen wieder passierbar waren. Die L382 zwischen Schallodenbach und Schneckenhausen war überflutet. Die FEZ informierte die Straßenmeisterei (SM) Kaiserslautern. Geröll lag auf der K32 zwischen Heimkirchen und Karlshöhe / Kreuzhof. Erst nach mehreren Versuchen erreichte die FEZ einen Mitarbeiter der zuständigen SM Wolfstein.

Störungen im Funk, Leitstelle fällt aus
Während dem Unwetter war der Feuerwehrfunk im Landkreis Kaiserslautern auf einmal gestört. Ein Blitz hatte in die Steuerungseinrichtung der Gleichwellenfunkanlage eingeschlagen. Deswegen funkten die Kräfte in der Verbandsgemeinde Otterberg teilweise auf dem Ausweichkanal. Noch am Freitag wurde die Störung behoben.

Einen Totalausfall meldete die ILS Kaiserslautern. Während dem Unwetter hatte ein Blitz den Ausfall ausgelöst. Dadurch war Notbetrieb angesagt. Notbetrieb heißt in diesem Zusammenhang, dass ohne Computerunterstützung die Disponenten die Einsätze abarbeiten. Die FEZ Otterberg blieb noch besetzt nachdem die Unwettereinsätze abgearbeitet waren. Denn neben der Alarmierung war auch der Notruf über die 112 zeitweise beeinträchtigt. Um ein eventuelles Hilfeersuchen oder Alarmmeldung schnell weiterzugeben blieb die FEZ besetzt.

Nachdem der Schaden behoben war hatte auch das FEZ-Personal endlich “Einsatzende”.