PM Nr. 86 – 5. Oktober 2009 „Einsatzreiches Wochenende für die Feuerwehr“

Otterberg / Niederkirchen / Schallodenbach – Auf ein einsatzreiches Wochenende blickt die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg zurück. Sowohl am „Tag der Deutschen Einheit“, 3. Oktober, als auch am Sonntag, 4. Oktober, waren die Wehrleute im Einsatz.

Heu- und Strohballenbrände, Bereich Niederkirchen
Noch vor der Morgendämmerung löschten die Einsatzkräfte aus der Verbandsgemeinde Otterberg sowie den Wehren aus Otterbach und Mehlbach brennende Heu- und Strohballen an drei verschiedenen Einsatzstellen. Insgesamt waren die etwa 50 Wehrleute rund acht Stunden im Einsatz.

Landwirte mit Traktoren unterstützten die Löschmaßnahmen an allen Einsatzstellen. Sie zogen die brennenden Ballen auseinander. Die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) Otterberg verständigte das Wasserwerk der Verbandsgemeinde Otterberg, um die Lösch- und Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Die Polizei und die Kriminalpolizei waren an den Einsatzstellen und nahmen die Ermittlungen zur jeweiligen Brandursache auf.

Die Wehrleute bauten in Niederkirchen bei der Kreissparkasse und am Feuerwehrgerätehaus Wasserentnahmestellen auf. Die im Pendelverkehr eingesetzten Tanklöschfahrzeuge füllten dort die Löschwassertanks auf und fuhren anschließend zu den entsprechend zugeteilten Einsatzstellen zurück.

Eine Metzgerei in Niederkirchen stellte für Einsatzkräfte die Einsatzverpflegung zur Verfügung. In der Feuerwache Otterberg gelagerte Getränke wurden mit einem Einsatzfahrzeug nach Niederkirchen transportiert.

Laut einer Pressemitteilung der Polizei ist in allen Fällen von Brandstiftung auszugehen. Ein Tatzusammenhang ist wahrscheinlich. Laut Polizei beläuft sich der entstandene Sachschaden auf mehrere tausend Euro.

1. Einsatzstelle: Wörsbach
Die erste Einsatzstelle an diesem Tag war auf einem freien Feld bei Wörsbach. Es bestand keine Gefahr der Ausbreitung. Der Bereich rund um die Brandstelle wurde vorsorglich mit Wasser benetzt. Zwei Lüfter fachten das Feuer zusätzlich an. Die Wehrleute überwachten das Geschehen und löschten am Schluss die letzten Brandreste mit Wasser.

„Die Ballen sind durch den Brand bereits unverwertbar. Mit dieser für einen Bürger eher ungewöhnlich klingenden Brandbekämpfungsmethode werden der personelle und materielle Aufwand auf das Nötigste reduziert. Zudem ergibt sich kein wesentlicher Zeitvorteil, wenn wir den Brand mit Wasser gelöscht hätten. Daher wurden die Ballen unter Aufsicht brennen gelassen.“, so ein Feuerwehrmann nach dem Einsatz.

2. Einsatzstelle: Grillplatz Holbornerhof
Über eineinhalb Stunden waren die Kräfte bei Wörsbach im Einsatz. Dann kam die Einsatzmeldung zu einem weiteren Brand im Bereich Holbornerhof. Ein Fahrzeug rückte an der ersten Einsatzstelle ab und fuhr Richtung Holbornerhof. Die Ballen brannten beim Grillplatz Holbornerhof. Das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Mehlbach und der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Otterbach unterstützten die Kräfte. Eine Ausbreitung auf die angrenzenden Büsche und Bäume verhinderten die Wehrleute und löschten den Brand.

3. Einsatzstelle: Heimkirchen Bornweg
Kurz nach der zweiten Einsatzmeldung „Holbornerhof“ kam die dritte Einsatzmeldung. In Heimkirchen, Nähe Dorfgemeinschaftshaus, brannten auch Ballen. Die ersten Einsatzkräfte vor Ort verhinderten zunächst eine Brandausbreitung auf angrenzende Bäume und Büsche durch die Vornahme von zwei Rohren. Nachdem weitere Kräfte an der Einsatzstelle waren wurde die Brandbekämpfung aufgenommen. Das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Otterbach kam unter anderem an dieser Brandstelle zum Einsatz.

Während den Löscharbeiten.
Während den Löscharbeiten.

Personensuche, Otterberg Bereich Drehenthalerhof
Kaum war der vorherige Einsatz beendet kam am Feiertag eine telefonische Anforderung aus Winnweiler. Seit vorangegangenem Donnerstag wird ein 66jähriger Mann aus Potzbach im Donnersbergkreis vermisst. Die bisherige Suche verlief ergebnislos. Da sich die Angehörigen und Freunde des Vermissten in dem Waldbereich zwischen Otterberg und Drehenthalerhof nur begrenzt auskennen wurde die Feuerwehr aus der Wallonenstadt ersucht die Suche zu unterstützen. Potzbach und Drehenthalerhof liegen rund drei Kilometer voneinander entfernt.

Nach einer Besprechung in Potzbach fuhren die Wehrleute zum Friedhof Drehenthalerhof. Von dort aus suchten mehrere Suchtrupps die Umgebung ab. Nach über drei Stunden brachen die Wehrleute die Suche ab – ohne Ergebnis.

Kaminbrand, Schallodenbach Römerstraße
Am Sonntag rückten die Feuerwehrangehörigen aus Niederkirchen, Otterberg und Schallodenbach erneut aus. Diesmal hatten in Schallodenbach lebende Amerikaner wegen Verdacht auf einen Kaminbrand Alarm geschlagen. Vor Ort stellte sich die Situation wie folgt heraus.

Das Kaminrohr war frei und darin brannte es nicht. Rund einen Meter über dem offenen Kamin stellten die Wehrleute eine höhere Temperatur im Gegensatz zur darunterliegenden Brandstelle fest. Zudem hatten sich laut den Bewohnern in diesem Bereich, dem verputzten Teil des Kamins, braune Flecken in den zurückliegenden Stunden vergrößert. Die Feuerwehrleute öffneten den betroffenen Kaminbereich. Dabei stellten die Einsatzkräfte die Ursache fest. Holz wurde in diesem Bereich verbaut und war teilweise verkokelt. Den Bauschutt brachten die Wehrleute aus dem Wohnzimmer ins Freie.

Der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister war krank. Daher verständigte die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) Otterberg einen seiner Kollegen, der zur Einsatzstelle kam. Polizei und Kriminalpolizei waren vor Ort.