DFV-Präsident Kröger: „Unser Einsatz lohnt sich“

Festakt zu Wiedergründung des DFV vor 60 Jahren / Caffier als Festredner

Logo "Deutscher Feuerwehrverband e.V." (DFV)

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Berlin/Fulda – „Das Rad der Geschichte dreht sich immer weiter: Wir sorgen dafür, dass es den deutschen Feuerwehren auch in Zukunft gut geht – unser Einsatz lohnt sich!“, resümierte DFV-Präsident Hans-Peter Kröger beim Festakt anlässlich der Wiedergründung des Deutschen Feuerwehrverbandes vor 60 Jahren in Fulda.

Gemeinsam erinnerten 60 Gäste aus Feuerwehrverbänden und Politik, darunter der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier (Mecklenburg-Vorpommern), an den Wiederaufbau des verbandlichen Feuerwehrwesens in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Führungsspitzen des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Landesfeuerwehrverbände ließen gemeinsam mit politischen Vertretern auf Landes- und Bundesebene die Geschichte Revue passieren. Kröger: „1952 haben Feuerwehrmänner den alten Feuerwehrverband wieder mit Leben erfüllt.“

Der Historiker und Leiter des Deutschen Feuerwehr-Museums, Rolf Schamberger, verband in seinem geschichtlichen Rückblick die gesellschaftlichen und verbandlichen Entwicklungen vor allem in der Anfangsphase: „Die Gründung des Deutschen Feuerwehrverbandes über schwierigste Rahmenbedingungen, argwöhnische Besatzungsmächte, unterschiedlichste Interessen und dünne Kommunikationsmittelhinweg zeugt von der Findigkeit, dem Organisationstalent und dem nachhaltigen Engagement unserer Feuerwehren und deren Vertreter“, berichtete er.

„In fast schwindelerregendem Tempo kam es in sechs Monaten von der Bildung der Arbeitsgemeinschaft der Landesfeuerwehrverbände zur Gründung des DFV. Alles war wieder im Neuaufbau begriffen!“, zeigte sich Schamberger beeindruckt.

Der unbestreitbare Höhepunkt in 60 Verbandsjahren sei jedoch die Wiedervereinigung der deutschen Feuerwehren beider Teilstaaten im Juni 1990 gewesen – mehr als ein Vierteljahr vor der staatlichen Wiedervereinigung.

Deutscher Feuerwehrverband als Ratgeber bei neuen Wegen

„Die Vergangenheit hat es gezeigt: Immer wenn es gilt, neue Wege zu beschreiten, ist der Deutsche Feuerwehrverband als Ratgeber zur Stelle“, bekräftigte Innenminister Caffier in seiner Rede. „Heute steht der Deutsche Feuerwehrverband stellvertretend für die Bündelung des Wissens der Feuerwehrangehörigen auf allen Ebenen, der Interessenvertretung der Feuerwehren bei Politik und Verwaltung national und in der Europäischen Union, bei anderen Verbänden und Interessengruppen sowie in der Öffentlichkeit“, resümierte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und warnte gleichzeitig: „Die EU lässt es sich nicht nehmen, bei Normen und Aufgaben der Feuerwehr mitzureden. Wir können uns dieser Entwicklung nicht verschließen.“

Staatssekretär Werner Koch vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport lobte die erfolgreiche und unverzichtbare Arbeit des DFV für Feuerwehren, die dem Verband einen festen Platz im Gemeinwesen gesichert habe. Der Fuldaer Oberbürgermeister Gerhard Möller zeigte sich dankbar, dass durch den Festakt die besondere Verbindung des Verbandes und der deutschen Feuerwehren zu Fulda unterstrichen wurde. Er berichtete von einem lokalen Filmwettbewerb, bei dem das Jahr 1952 durch einen Beitrag zur Wiedergründung des DFV dargestellt wurde: „Hier wurden der Geist der Zeit und der Geist des Aufbruchs kombiniert!“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Festaktes konnten sich auch selbst ein Bild von diesem Zeitdokument machen: Rolf Schamberger integrierte den Film in seinen Rückblick.

Einen Blick in die Zukunft warf Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der gemeinsam mit DFV-Präsident Hans-Peter Kröger eine Kooperationsvereinbarung zur Präsentation der Selbsthilfe im Deutschen Feuerwehr-Museum abschloss. Besucher des Leitmuseums der deutschen Feuerwehren werden künftig auch über die Selbsthilfe-Möglichkeiten der Bevölkerung informiert.

Quelle: DFV-Presseinformation Nr. 5/2012 vom 18. Januar 2012