Silbernes und Goldenes Feuerwehrehrenzeichen am Bande für verdiente Feuerwehrkameraden

Silbernes und Goldenes Feuerwehrehrenzeichen am Bande für verdiente Feuerwehrkameraden; Quelle: Kreisverwaltung Kaiserslautern

Der Jahresabschluss des Katastrophenschutzes am 21. Januar in der Karlstalhalle in Trippstadt war nicht nur ein Abend der Jahresbegegnung aller Katastrophenschutzkräfte, es wurden bei diesem Anlass auch Silberne und Goldene Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

Diese Ehrenzeichen am Bande tragen den Zusatz „für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen“. Erforderlich sei hier weit mehr als die aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr, wie wir dies von den Ehrenzeichen für 25, 35 und 45 jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr her kennen, betonte Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt bei der Verleihung der Auszeichnungen.

Das Silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande wird für Tätigkeiten verliehen, die mit einer herausgehobenen Funktion und damit auch besonderer Verantwortung verbunden sind; dies betrifft insbesondere Wehrführer, aber auch sonstige Personen, die eine dem Wehrführer vergleichbare Tätigkeit ausüben.

Das Silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen erhielten an diesem Abend drei verdiente Feuerwehrkameraden:

Silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz: (von links nach rechts) Kreisfeuerwehrinspekteur Hans Weber, Michael Kassel, Michael Herfurt, Mathias Diederich, Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt; Quelle: Kreisverwaltung Kaiserslautern
Silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz: (von links nach rechts) Kreisfeuerwehrinspekteur Hans Weber, Michael Kassel, Michael Herfurt, Mathias Diederich, Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt; Quelle: Kreisverwaltung Kaiserslautern

Michael Kassel trat 1968 in die Feuerwehr Ramstein-Miesenbach ein und ist seit 1986 Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Kaiserslautern. Darüber hinaus steht er dem Landkreis seit 1978 als Kreisausbilder bei den Lehrgängen „Grundausbildung“, „Atemschutz“ und „CSA-AGT“, Chemikalienschutzanzugträger, zur Verfügung. Höchstes Fachwissen, überdurchschnittlich viele und erfolgreich absolvierte Fachlehrgänge zeichnen Michael Kassel aus, was er in zahlreichen Einsätzen beweisen konnte. Zu nennen sind die Einsätze: Bruchbrand 1976, Farben Kassel, Flugtagsunglück und Großbrand Rodenbach. Mit dem Namen Michael Kassel sei aber auch unabdingbar die Jugendarbeit in der Feuerwehr verbunden, hob Heß-Schmidt in ihrer Laudatio hervor. Michael Kassel übt seit 25 Jahren das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes aus und es sei sein Verdienst, dass die Kreisjugendfeuerwehr mittlerweile auf 330 Mitglieder ausgebaut werden konnte. Mit seinen Fähigkeiten und dem Zusammenwirken mit den Jugendfeuerwehrwarten sei es gelungen, eine solche Gemeinschaft aufzubauen, sie am Leben zu halten und zu fördern.

Mathias Diederich trat 1979 in die Feuerwehr Krickenbach ein, er ist seit 1. Januar 2001 Wehrleiter der VG Kaiserslautern Süd und seit 13. Januar 2007 Stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur. Mathias Diederich zeichnet sich durch ein hohes Maß an vorbildlicher Einsatzleitung und Verantwortungsbewusstsein aus, sowohl in seiner Verbandsgemeinde als auch überörtlich als stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur. Hier sind u. a. vor allem seine Mitwirkung beim Großbrand in Rodenbach und die Brände in der Fa. Lapport und im Waffenhaus Hensel in Alsenborn von 2011 zu nennen, nicht zu vergessen die Evakuierung in Schopp wegen der Sprengung einer Phosphorbombe. Das Konzept zur Gefährdungsbeurteilung des Landkreises trage seine Handschrift, hob die Erste Kreisbeigeordnete hervor.

Michael Herfurt trat 1990 in die Feuerwehr Weilerbach ein, seit 22. Juli 2003 ist er Wehrführer und seit 15. Dezember 2010 Stellvertretender Wehrleiter, seit 3. April 2009 Führer der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Kaiserslautern und seit 15 Jahren Kreisausbilder. Michael Herfurt hat sich beispielhaft verdient gemacht in seiner Funktion als Wehrführer, etwa bei der Übernahme der Abschnittsleitung Süd anlässlich des Großbrandes in Rodenbach 2008. Hier hat Herfurt gerade in diesem Abschnittsbereich mit seinen Kameradinnen und Kameraden dazu beigetragen, dass sich der Brand nicht auf die ganze Firma ausdehnen konnte. Durch Engagement und organisatorische Ideen habe er entscheidend zur Effizienz der Arbeit und Reorganisation der TEL beigetragen, lobte Gudrun Heß-Schmidt. Diesbezüglich erwähnenswert sei z.B. die Entwicklung der Konzepte zur Führungsunterstützung und zur Abwicklung eines MANV (Massenanfall von Verletzten).

Das Goldene Feuerwehrehrenzeichen am Bande wird für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen verliehen. Diese liegen in der erfolgreichen Wahrnehmung von herausgehobenen Führungsaufgaben. In erster Linie ist hiervon der Kreis der Wehrleiter, aber auch deren Stellvertreter, zu nennen. Mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen wurden zwei verdiente Feuerwehrkameraden ausgezeichnet:

Goldene Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz (von links nach rechts) Kreisfeuerwehrinspekteur Hans Weber, Günter Fremgen, Gerwald Wenz, Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt; Quelle: Kreisverwaltung Kaiserslautern
Goldene Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Rheinland-Pfalz (von links nach rechts) Kreisfeuerwehrinspekteur Hans Weber, Günter Fremgen, Gerwald Wenz, Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt; Quelle: Kreisverwaltung Kaiserslautern

Günter Fremgen ist 1967 in die Feuerwehr Ramstein-Miesenbach eingetreten, war von 1987 bis 2004 Wehrführer und seit 2000 stellvertretender Wehrleiter. Er war auch vier Jahre lang Kreisjugendfeuerwehrwart und hat mehr als 30 Jahre lang als Kreisausbilder sein umfassendes Wissen an junge Feuerwehrangehörige weitergeben. Heß-Schmidt lobte die große Gelassenheit und Professionalität Günter Fremgens, die ihn als erfahrene und hoch geschätzte Führungsperson in schwierigen Einsatzsituationen auszeichne. Beispielhaft seien hier folgende Einsätze: Bruchbrand 1976, Brand Farben Kassel, Flugtagsunglück und Großbrand Rodenbach.

Gerwald Wenz trat 1967 in die Feuerwehr Otterberg ein, war von 1981 bis 2011 Wehrleiter und ist seit 2002 Stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur. Verdient gemacht hat sich Gerwald Wenz, indem er sein Hauptaugenmerk auf Verbesserungen der Organisationsstruktur innerhalb der Feuerwehren gelegt hat. Unter anderem werden die Erarbeitung von Fahrzeugkonzepten, die Fahrzeug- und Gerätebeschaffungen unter dem Gesichtspunkt der Anpassung an die einzelnen Wehreinheiten mit seinem Namen verbunden. Besonders hob die Kreisbeigeordnete die Entwicklung und Konzeptionierung des TLF 16/45, auch Waldbrand-TLF-RLP genannt, die Beschaffung des RW Rüst und der Drehleiter DLK 18/12 hervor. Aber auch seine Verdienste um die zivilmilitärische Zusammenarbeit sollen mit der Ehrung gewürdigt werden, betonte Heß-Schmidt.

Quelle: Pressemitteilung der Kreisverwaltung Kaiserslautern vom 23. Januar 2012