PM Nr. 39 – 21. Mai 2012 „Feuerwehreinsätze wegen Gewitter mit Starkregen und Hagelschauern“

Symbolbild Einsatzberichte

Niederkirchen – Samstagabend, 19. Mai, 19:30 Uhr. Ein Gewitter mit Starkregen und Hagelschauern tobte zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Ortsgemeinde Niederkirchen. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg war bis nach Mitternacht im Einsatz, um unter anderem vollgelaufene Keller leer zu pumpen und überflutete Straßen wieder passierbar zu machen.

Einsatzschwerpunkt: Ortsteil Wörsbach

Der Einsatzschwerpunkt lag im Ortsteil Wörsbach. Teile der Bachstraße waren mit Wasser und Schlamm überflutet. Feuerwehrleute und Anwohner öffneten zunächst die Kanaleinlaufschächte, damit das Wasser besser und schneller abfließen konnte. Anschließend wurden mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Schaufeln und Besen die Straßen in der Ortsmitte gereinigt.

Wasser war in mehrere Keller und auf Grundstück in dem Ortsteil gelaufen. Die Einsatzkräfte pumpten, soweit möglich, das Wasser mit sogenannten Tauchpumpen ab. In einem Gebäude stand das Wasser sogar drei Meter hoch im Keller. Die Kraft des Wassers war so stark, dass sogar eine Brandschutztür verbogen wurde.

Die Kreisstraße 28, die von der Landesstraße Niederkirchen – Schallodenbach (L382) aus über Wörsbach bis nach Olsbrücken verläuft, war zeitweise für den Verkehr voll gesperrt. Wasser, Schlamm und Geröll waren an mehreren Stellen, beispielsweise am Friedhof, auf die Fahrbahn gelaufen. In Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei beseitigten die Einsatzkräfte die Verkehrsbehinderungen. Auch die L382 war an mehreren Stellen schlecht passierbar. Auch hier beseitigten die Einsatzkräfte die Gefahrenstellen.

Situation außerhalb von Wörsbach

Für nachrückende Kräfte wurde ein sogenannter Bereitstellungsraum auf dem Wasgau-Parkplatz in Niederkirchen eingerichtet. Bei Bedarf rückten von dort Personal und Fahrzeuge zu den jeweils zugeteilten Einsatzstellen aus und mussten nicht erst von der eigenen Unterkunft aus dorthin fahren. Eine nennenswerte Einsatzstelle außerhalb von Wörsbach wurde in der Morbacher Straße gemeldet. Den Wassernotstand im Keller eines Wohnhauses beseitigten die Wehrleute mit Hilfe einer Tauchpumpe.

Bei mehreren Wassernotständen mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass sie aufgrund der Wasserhöhe nicht tätig werden konnten. Eine Tauchpumpe benötigt eine Wassertiefe von mindestens acht Zentimetern, damit sie überhaupt Wasser fördern kann. An dieser Stelle der Hinweis an die Bevölkerung, dass in solchen Fällen die Feuerwehr nicht helfen kann. Die Betroffenen müssen sich dann mit eigenen Mitteln, wie beispielsweise mit Gummiabziehern und Putzlappen, selbst helfen.

Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft

Teilweise in der Nacht, nach den Einsätzen, stellten die Wehrleute die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten wieder her. Sonntagvormittags wurden die restlichen Einsatzmittel gereinigt und geprüft.