Deutsches Klimaportal führt deutschlandweit Klimafakten zusammen

Logo © Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
Logo © Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Offenbach – In Deutschland ist die Erforschung des Klimawandels eine Aufgabe des Bundes, der Länder und Kommunen sowie wissenschaftlicher Einrichtungen. Das heute freigeschaltete Deutsche Klimaportal (www.deutschesklimaportal.de) führt die Erkenntnisse von bisher 19 Institutionen zusammen, die sich in Deutschland mit der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen. Beteiligt sind zum Beispiel das Umweltbundesamt, die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die Thüringer Klimaagentur, das Umweltamt der Stadt Essen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Das Portal wird Schritt für Schritt ausgebaut. Betreiber und Koordinator der neuen Informationsdrehscheibe für Klimainformationen ist der Deutsche Wetterdienst (DWD). „Das Deutsche Klimaportal spricht sowohl am Klimawandel interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch Fachleute an, die sich beruflich mit Fragen des Klimawandels beschäftigen. Unser Ziel ist, mittelfristig alle für die Anpassung an den Klimawandel relevanten Einrichtungen einzubinden“, erläutert Dr. Paul Becker, Vizepräsident des DWD, die Ziele der neuen Website.

Screenshot, Quelle: DWD
Screenshot, Quelle: DWD

Präsident des Umweltbundesamtes: Nutzergerechte Klimainformationen

Interessierten Nutzern stellt das Deutsche Klimaportal auf einen Blick aktuelle Fakten sowie Informationen zu Projekten und Studien zum Klimawandel deutschlandweit und in den Bundesländern bereit. Zugleich können Klimainformationen zu Sektoren wie Gesundheit, Landwirtschaft, Tourismus oder Wasserwirtschaft gebündelt abgerufen werden. Ein Terminkalender macht detailliert auf Klimaveranstaltungen in Deutschland aufmerksam und nennt die wichtigsten Klimakonferenzen in aller Welt. Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes betont: „Das Deutsche Klimaportal, dessen Inhalte das Umweltbundesamt mit eigenen Arbeiten verknüpft, stellt nutzergerechte Klimainformationen bereit und kann damit künftige Entscheidungen zur Klima- und Nachhaltigkeitspolitik verbessern.“

Deutschland beteiligt sich am globalen Austausch von Klimafakten

Die Idee zur Einrichtung des Deutschen Klimaportals entstand im Rahmen einer Initiative der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), einer Unterorganisation der Vereinten Nationen. Der Deutsche Wetterdienst vertritt Deutschland in der WMO. Im Oktober 2012 hat die WMO die Einrichtung des Global Framework for Climate Services (GFCS) beschlossen. Ziel ist, den weltweiten Austausch von Wissen über den Klimawandel zu institutionalisieren und zu vertiefen. Dazu gehören die Beobachtung des Klimas und die Bewertung der Klimaänderungen. Wichtig ist aber auch die Berechnung zukünftiger Klimaveränderungen, die darstellt, wie sich der Klimawandel zum Beispiel in der Landwirtschaft oder der Bauwirtschaft auswirken kann. Die Beiträge Deutschlands und der deutschen Klimaforschung zum GFCS koordiniert der Deutsche Wetterdienst. Das Deutsche Klimaportal ist ein erster Schritt zur nationalen Umsetzung von GFCS.

Quelle: DWD-Pressemitteilung vom 18. Dezember 2012