„Die Zukunft der Feuerwehren gemeinsam gestalten“

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Rheinland-Pfalz. Der Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz hat einen breiten Prozess zur Gestaltung der Zukunft der Feuerwehren gestartet. „Im Landesverband ist schnell klar geworden, dass wir es nicht einfach bei der Analyse möglicher Schwierigkeiten, die in der Zukunft zum Beispiel durch leere Kassen und den erwarteten Bevölkerungsrückgang belassen dürfen“, so LFV-Präsident Frank Hachemer. Wie also weiterkommen? „Mit den anstehenden Fragen beschäftigen sich natürlich bereits seit geraumer Zeit verschiedene Gremien und Institutionen. Wir fragen jetzt aber auch ganz einfach diejenigen, die – außer den Menschen im Land – am direktesten betroffen sind: Unsere Mitglieder, die Feuerwehrangehörigen.“ Gestartet wurde bereits im November 2012: Da zogen sich die Vorsitzenden der Mitgliedsverbände des LFV aus den Städten und Landkreisen an einen Tisch, um in verschiedenen Workshops die brennendsten Probleme und zu bewältigenden Zukunftsaufgaben zu erfassen und Lösungsideen zu sammeln.

„Das geschieht in den nächsten Monaten auch mit weiteren Führungsebenen der Feuerwehren – und weil wir bewusst auch die Basis mit einbeziehen wollen, sind auch alle übrigen Feuerwehrangehörigen aufgefordert, sich bei uns mit ihren Ideen und Beiträgen zu melden. Tabus gibt es keine, wir sammeln beim LFV alle Beiträge“, erklärt der Präsident den eingeleiteten Prozess. In einer großen Auswertung soll dann die Stoßrichtung herausgearbeitet werden, in die sich der Landesverband als Interessenvertretung der Feuerwehren selbst entwickeln wird – „und welche Ziele für die Feuerwehren er in Zukunft ansteuern wird“, so Hachemer.

Dazu möchte man sich Zeit lassen: „Wir wollen das sorgfältig auswerten – und keine Entwicklung abwürgen. Daher wird es keinen alles erschlagenden Endstand geben, sondern eine ständige Weiterführung.“ Die gewonnenen Erkenntnisse wird man also stets als Etappenziele sehen müssen – „aber genau die bestimmen unseren Kurs“, beschreibt der erst vor wenigen Wochen gewählte neue Präsident, wie er die Interessen seiner Mitglieder zu den Grundlagen seines Handelns machen möchte.

Zur Disposition steht auch die Verbandsstruktur: „Wir sind uns bereits einig, dass wir Kosten sparen und dennoch unsere Arbeit auf breitere Füße stellen wollen. Wir wollen mehr Menschen mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbeziehen, etwa unsere Fachreferate zwar thematisch straffer, aber als Teams führen.“ Gefragt seien dabei alle Altersgruppen: „Wir möchten junge Feuerwehrleute genauso im Boot haben wie unsere erfahrenen ehemaligen Aktiven.“ Der Präsident ist überzeugt: „Wir schaffen das nur gemeinsam. Und in unseren Feuerwehren gibt es viele hervorragende Konzepte und Leute, die aber zurzeit noch zu wenig Beachtung finden. Das, zusammen mit Bewährtem, wird die Probleme der Zukunft lösen helfen.“

Weitere Informationen: www.lfv-rlp.de

Quelle: LFV-Presse-Information vom 4. Dezember 2012 [pdf-Datei]