Blaulicht-Fahrtrainer offiziell in Betrieb

Einsatzfahrten erstmals realistisch üben

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Koblenz – Eine neue Ära in der Ausbildung für Fahrer von Fahrzeugen der Feuerwehr und anderer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben hat nun in Rheinland-Pfalz begonnen: An einem Simulations-Trainingsgerät können Fahrerinnen und Fahrer erstmals unter realistischen Bedingungen das Meistern schwieriger Situationen und das Vermeiden von Unfällen aktiv üben. „Das ging zuvor leider nie, denn man konnte ja nicht einfach zum Üben mal mit Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt fahren“, erklärt der Präsident der Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer. Der LFV ist Betreiber der neuen Anlage. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Beate Eggert, und zahlreichen Gästen nahm er den Simulator nun offiziell in den Räumen der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule auf dem Koblenzer Asterstein in Betrieb.

Das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur begrüßt dieses Angebot sehr. „Wie realitätsnah die Simulation ist, durfte ich bereits am eigenen Leibe erfahren“, berichtete Ministerialdirigent Peter Grüßner.

Blau-Lichtfahrtrainer; Quelle: LFV RLP
Blau-Lichtfahrtrainer; Quelle: LFV RLP

Die Anschaffungskosten in Höhe von 150.000 Euro hat die Unfallkasse Rheinland-Pfalz übernommen: „Einsatzkräfte sind bei Rettungsfahrten mit Blaulicht und ‚Martinshorn‘ einem besonderen Risiko ausgesetzt. Dem wollen wir mit aller Kraft entgegensteuern und möglichst viele Einsatzkräfte durch das Training mit dem Simulator auf Einsatzfahrten mit Sonderrechten bestmöglich vorbereiten, um Unfallgefahren zu minimieren“, so Beate Eggert.

Der Trainer steht daher neben der Feuerwehr allen Organisationen wie Polizei, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz zur Verfügung und ist nicht fest installiert. Das ist nötig, weil auch ab 2015 ein zeitweiser Wechsel in andere Teile von Rheinland-Pfalz und ins Saarland geplant ist. „Damit wollen wir die Teilnahme erleichtern und die Wege zum Trainingsort für die Teilnehmenden verkürzen“, so der LFV-Präsident.

Weitere Informationen: www.lfv-rlp.de

Quelle: LFV-Presseinformation vom 31. Januar 2014 [pdf-Datei]