PM Nr. 35 – 12. Juni 2018 „Unwetter und Hochwasser im Lautertal“

Katzweiler / Olsbrücken – Aufgrund von Unwettern, darunter mit Starkregen, war die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg ab Montagnachmittag, 11. Juni, mehrere Stunden lang im Einsatz. Der Einsatzschwerpunkt lag in Katzweiler. Dort trat abends die Lauter über die Ufer und überflutete ein Wohngebiet. Auch im Bereich von Olsbrücken gab es mehrere Einsatzstellen.

Die Feuerwehr Kaiserslautern wurde ebenfalls unterstützt. Dort kamen die Helfer unter anderem in der Fischer-, Bismarck- und Erlenstraße zum Einsatz. Mehrere Keller und auch ein Fahrstuhlschacht wurden ausgepumpt. Weitere Feuerwehren und andere Katastrophenschutzeinheiten aus der Region waren in die Barbarossastadt ausgerückt.

Nachmittags

Nachmittags waren im Bereich Katzweiler und Olsbrücken mehrere Straßen mit Schlamm und Geröll überflutet, darunter die B270 in Richtung Kreimbach-Kaulbach. Auch umgestürzte Bäume oder abgeknickte Äste führten zu Verkehrsbehinderungen. In Katzweiler war ein größerer Ast auf das Schuldach gestürzt und blockierte den Notausgang. Auf der Straße Richtung Kühbörncheshof lag ein umgestürzter Mast auf der Fahrbahn. In Otterbach, Bereich Falltal sperrte die Feuerwehr eine überflutete Holzbrücke, die über die Lauter führt.

Lauter trat über die Ufer

Während der Abendstunden spitzte sich die Lage in Katzweiler zu. Kurz nach 21 Uhr waren zunächst drei Anwesen direkt an der Lauter betroffen. Aufgrund der hohen Niederschläge in Kaiserslautern führte die Lauter Hochwasser. Der Pegel stieg während des Einsatzverlaufs weiter an, Wasser lief über die Gärten in die Keller und Garagen. Die Helfer sicherten derweil weitere Anwesen mit Sandsäcken, die sie auch an Anwohner verteilten.

Nach den drei Anwesen lief das Nass auf die Lauterstraße und drohte nun auch auf weitere Grundstücke zu fließen. Der Kanal war randvoll und nahm die neuen Wassermassen nicht mehr auf. Daher setzten die Einsatzkräfte mehrere Pumpen ein, um das Wasser nach der Brücke in der Ziegelhütterstraße zurück in die Lauer zu befördern.

Die Feuerwehr brachte mit dem Rettungsboot eine ältere Frau in Sicherheit. Das Wasser drohte in den Stromkasten ihres Hauses zu laufen. Vor der Abschaltung erfolgte daher die Evakuierung. Sie kam bei Verwandten unter.

Gegen 22:45 Uhr schaltete der Stromversorger vorsorglich die Energie im betroffenen Bereich ab. Sowohl die Straßenlaternen als auch Verteilerkästen standen unter Wasser. Die Helfer stellten eigene Strahler auf, versorgt mit eigenen Stromaggregaten, um in der Dunkelheit weiter arbeiten zu können.

Die Lauter-, Ziegelhütter-, Wiesenstraße und Siedlung waren für den Verkehr gesperrt. Mit zunehmendem Pegel nahm die Anzahl der Helfer und der Fahrzeuge vor Ort weiter zu. Die Anwohner fuhren ihre vom Hochwasser bedrohten Fahrzeuge weg. Nach rund eineinhalb Stunden waren über 30 Feuerwehrangehörige aus der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg im Einsatz.

Während des Einsatzverlaufs erschienen Bürgermeister Harald Westrich, Landrat Ralf Leßmeister, Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt und Kreisfeuerwehrinspekteur Hans Weber, um sich vor Ort über die Lage zu informieren. Das Technische Hilfswerk (THW) aus Hauenstein, zuvor in Kaiserslautern im Einsatz, brachte vorsorglich 500 Sandsäcke nach Katzweiler. Diese wurden, weil vorerst nicht benötigt, am Feuerwehrhaus Otterbach deponiert.

„Solche Wassermassen hatten wir hier in Katzweiler noch nicht“, stellte Einsatzleiter Danny Schulz fest. „Unsere Einsatzkräfte waren teilweise die ganze Nacht im Einsatz.“

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