Katze steckt in Rohr fest – Feuerwehr stemmt Straße auf

Mit einem Motortrennschleifer wird die Straßenoberfläche geöffnet. Bild: Nicolas Leu / Feuerwehr
Mit einem Motortrennschleifer wird die Straßenoberfläche geöffnet. Bild: Nicolas Leu / Feuerwehr

Niederkirchen – Am 29. April, kurz nach 22 Uhr, wurden die Feuerwehren Niederkirchen und Schallodenbach alarmiert, da eine Katze in einem Rohr feststeckte. Beim Eintreffen wurden die Einsatzkräfte von Anwohnern, Helfern und der Eigentümerin in die Lage eingewiesen.

Die Katze befand sich bereits seit dem Nachmittag in dem Rohrsystem und war vermutlich über den Ablauf einer Dachrinne hineingekrabbelt. Mehrere Befreiungsversuche durch Anwohner – unter anderem mit einer Schnur und einer Plastikflasche – blieben ebenso erfolglos wie Lockversuche durch Rufen, Klopfen oder Futter.

Auch die ersten Maßnahmen der Feuerwehr führten zunächst nicht zum Erfolg. Zunächst wurde die vorhandene Schnur erneut eingesetzt, anschließend versuchten die Einsatzkräfte, das Tier mit einem Strahlrohr vorsichtig zur Bewegung zu bringen. Auch unter Einsatz geringer Wassermengen konnte die Katze nicht befreit werden.

Da sich das Kanalrohr nicht herausnehmen ließ – es war einbetoniert –, blieb schließlich nur das Öffnen der Straßenoberfläche. Zur Unterstützung wurde der Rüstwagen aus Otterbach nachalarmiert.

Die Straße wurde mit einem Motortrennschleifer geöffnet. Schotter und Beton wurden anschließend mit einem Aufbruchhammer sowie in Handarbeit entfernt. Unter ständigem Sichtkontakt zum Tier und in enger Abstimmung mit der Tierrettung wurden alle Maßnahmen vorsichtig durchgeführt. Zudem legten die Einsatzkräfte bewusst Ruhe- und Lärmpausen ein, um die Katze nicht zusätzlich zu stressen.

Die Katze wird aus ihrer misslichen Lage befreit. Bild: Nicolas Leu / Feuerwehr
Die Katze wird aus ihrer misslichen Lage befreit. Bild: Nicolas Leu / Feuerwehr

Nach dem Freilegen des Rohrs zeigte sich, dass eine Verjüngung im Rohrsystem die Ursache für die missliche Lage war. Die Katze saß direkt davor fest und konnte sich weder vor noch zurück bewegen. Ein stärkeres Nachdrücken hätte zu schweren Verletzungen führen können.

Schließlich wurde das Rohr vorsichtig geöffnet und die Katze befreit. Das Tier war den Umständen entsprechend wohlauf und konnte der Eigentümerin übergeben werden.

Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Einsatzstelle abgesichert.

Die Feuerwehr war rund vier Stunden mit 13 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen im Einsatz. Anwohner unterstützten die Einsatzkräfte währenddessen unter anderem mit Kaffee und stellten sanitäre Einrichtungen im Bürgerhaus zur Verfügung.

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